Einheit in Vielfalt

Stell dir eine Rudel von Tieren vor, in dem es einen Löwen, eine Maus, eine Giraffe und einen Vogel gibt. Keiner hat Angst vor dem anderen oder fühlt sich weniger wahrgenommen sondern jeder kann seine Stärken einbringen und profitiert von den Stärken der anderen.

Jesus hatte ein bestimmtes Anliegen, als er für uns, seine Nachfolger gebetet hat.

„Ich bete aber nicht nur für sie, sondern auch für die Menschen, die auf ihr Wort hin an mich glauben werden. Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast. Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich nun auch ihnen gegeben, damit sie eins sind, so wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir – so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin.“

Johannes 17, 20-24

Jesus hat dafür gebetet, dass alle, die zum Glauben an ihn kommen, eine Einheit werden. Eine Einheit wie Gott selbst sie lebt.

Bei uns gibt es eine Abwandlung von Einheit meist dort wo Gleichgesinnte sind. Es geht dabei eher um Einigkeit. Wer gleich denkt, fühlt und lebt kann leicht Einigkeit finden. Einheit hingegen, ist nur da notwendig und deshalb auch nur da möglich, wo Vielfalt herrscht. Dieses Prinzip von Einheit ist menschlich kaum praktizierbar. Deshalb sagt Jesus, dass er uns den Schlüssel zur göttlichen Einheit gibt: Die Herrlichkeit des Vaters. Gottes Herrlichkeit in jedem Christen ermöglicht etwas, das sonst nicht möglich wäre: Unterschiedlichkeit wird nicht nur ignoriert oder akzeptiert, sondern wird gefeiert und ist erwünscht!

Um diese Einheit als Gemeinschaft leben zu können, müssen wir nach der Herrlichkeit Gottes in unseren Geschwistern suchen. Gottes Herrlichkeit ist überall da, wo sein Wesen und Wirken durch mich und in mir sichtbar wird. Diese Herrlichkeit macht es möglich, nicht nur mögliche Differenzen, sondern das Verbindende in uns allen sehen zu können und dadurch Wege zu gehen, die wir nur mit Gleichgesinnten nie entdeckt hätten. Durch die Herrlichkeit sehen wir Menschen aus Gottes Perspektive, nicht das was unsere Augen sehen können, sondern das, was Gott in sie hineingelegt hat, was sie vielleicht selbst noch nicht gesehen haben.

Und was wird die Folge dieser Einheit sein? Menschen werden erkennen, dass Jesus der Messias, der vom Vater Gesandte ist!

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